Es muss und wird alles anders bleiben.
So lässt sich das Ergebnis der Landtagswahl Rheinland-Pfalz am gestrigen 22.03.2026 in einem Satz zusammenfassen.
Statt der SPD-geführten SPD/Grüne/FDP-Koalition wird es es eine CDU-geführte CDU/SPD-Koalition geben.
Die kann mit komfortabler, verfassungsändernder 2/3-Mehrheit der Sitze im Landtag (71 von 105 = 67,6%) tun und lassen was sie möchte, da immerhin 15,9% derjenigen, die zur Wahl eine gültige Zweitstimme abgegeben haben, im neuen 105-köpfigen Landtag nicht vertreten sein werden.
Die parlamentarische Opposition aus AfD und B90/Grüne (34 von 101 = 32,4%) wird dank Brandmauer dabei kaum stören können.
Das BSW muss jetzt die Scherben aufsammeln, die das 1,9%-Ergebnis hinterlassen hat (nach 1,4% in Baden- Württemberg). Vorurteilsfreie, ehrliche Ursachenanalyse und ernsthafte Strategiedebatte sind angesagt.
Ein paar Dinge können aber mit Sicherheit schon gesagt werden.
Am authentischen, kompetenten Spitzenkandidaten Andreas Hartenfels lag es nicht.
Dem BSW hat es vor allem an breiter, personeller Präsenz vor Ort gefehlt, die für die politischen Inhalte steht. Bekannte, überzeugende Personen, Gesichter vor Ort sind für einen Wahlerfolg unabdingbar.
Aber ganz entscheidend war: das fundamentale Alleinstellungsmerkmal des BSW gegenüber allen anderen bei der Wahl angetretenen Parteien fehlte in der politischen Debatte.
Heruntergebrochen von der Bundesebene auf die Landesebene hätte es offensiv und zentral heißen müssen:
NATO raus aus Rheinland-Pfalz – Rheinland-Pfalz raus aus der NATO,
konkretisiert durch die Forderungen: Ami go home, Ramstein, Spangdahlem, Baumholder etc. schließen!
Und die landespolitischen Hebel und Wege dahin hätten konkret aufgezeigt werden müssen.
Im Übrigen: Auf Bundesebene muss dieselbe Strategiedebatte geführt werden.
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